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Stichworte zum interkulturellen Lernen

A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z


A

Akkomodation
Phase der Aneignung von Kommunikations- und Interaktionsregeln derjenigen Kultur, in die man seinen Lebensmittelpunkt verlagert hat. Hierzu zählt insbesondere die Aneignung fremdkulturellen Wissens, um in der fremden Gesellschaft handlungsfähig sein zu können. Akkomodation als eine funktionale Form der Anpassung schließt nicht ein, dass man seine in der Primärsozialisation erworbenen Werte und Denkweisen ändert.

Akkomodationsfähigkeit
Aneignung von Kommunikations- und Interaktionsregeln derjenigen Kultur, in die man seinen Lebensmittelpunkt verlagert hat. Die eigenen Werte und Denkweisen werden dabei nicht aufgegeben.

Akkulturationsbereitschaft
Bereitschaft, nach einer längeren Aufenthaltsdauer im Ausland Werte, Normen und Denkweisen des Gastlandes zu übernehmen und als eigene zu deklarieren. Aufbauend auf die Phase der --> Akkomodation werden infolge eines längeren Aufenthaltes in einer anderen Kultur nach und nach deren Werte, Normen, Denkweisen etc. übernommen und als „eigene“ deklariert

Akzeptanzgrenzen
In interkulturellen Kontexten geht es letztlich immer darum, einen „gemeinsamen Nenner“ als Handlungsgrundlage auszuhandeln, der von allen Beteiligten akzeptiert wird. Wichtig ist es daher, die entsprechenden Akzeptanzgrenzen erkennen, formulieren und wahren zu können.

Ambiguitätstoleranz
Fähigkeit, das Spannungsverhältnis zwischen unvereinbaren Gegensätzen und Mehrdeutigkeiten „aushalten“ zu können.

Assimilation
Angleichung eines Individuums oder einer Gruppe an eine neue Umgebung unter Maßgabe der Veränderung ursprünglicher Identitätsmerkmale. Der Begriff spielt in Debatten zur Formulierung und Durchsetzung von Leitkulturen eine zentrale - und umstrittene - Rolle. Als liberaler Gegenbegriff fungiert "Integration".

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B

Beschreibung
Methode der Ethnologie, um Kulturen in ihren Besonderheiten darstellen zu können. Zu den Standardwerken zählt Clifford Geertz' Studie "Dichte Beschreibung" (1987). Kulturhistorische Analysen ergänzen den Beschreibungs- durch einen Erklärungsaspekt: Interessant ist nicht nur, wie eine Kultur strukturiert ist, sondern auch aus welchen Gründen sie in einer bestimmten Weise ""funktioniert".

Best of Both
Synthese unterschiedlicher Merkmale zu einem bestmöglichen Merkmalspool. Ouchi hatte in den 80er Jahren zur Optimierung der Ertragssituation der US-amerikanischen Automobilindustrie vorgeschlagen, die besten US-amerikanischen und die besten japanischen Produktionsmerkmale zusammenzuführen. Was sich als "Lean Production" bewähren sollte, scheiterte jedoch gerade an dem mangelnden "fit" der kulturell unterschiedlichen Produktionsweisen. Heute setzt man statt auf Strukturvorgaben auf die Selbststeuerungs- oder Synergiepotentiale von Prozessdynamiken.

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C

Cross Cultural Studies
Im Unterschied zu den interaktionsorientierten "intercultural" Studies Bezeichnung von kulturvergleichenden Ansätzen bes. der Psychologie und der Ethnologie.

Critical Incident
Kritische interkulturelle Interaktionssituation bzw. interkulturell begründetes Missverständnis.

Culture Assimilator
Kulturassimilatoren zählen zu den am häufigsten verwendeten kognitiven Übungstypen bei interkulturellen Trainings. Von Harry Triandis in den frühen 1960er Jahren entwickelt, steht immer ein sog. "critical incident", im Mittelpunkt eines Culture Assimilators. Mögliche Ursachen der im Rahmen einer kleinen Fallstudie beschriebenen Missverständnissituation werden genannt und müssen per multiple-choice-Verfahren in Hinblick auf ihre Plausibilität eingeschätzt werden. Faktisch gibt es keine "richtigen" oder "falschen" Lösungen, sondern nur solche, die in Abhängigkeit der kulturellen Perspektive des Beurteilenden mehr oder minder glaubhaft erscheinen. Aus diesem Grund wird bei den Auswahlantworten der Kulturassimilatoren heute auch immer (zumeist prozentual) angegeben, wie Angehörige der im critical incident dargestellten kulturellen Gruppen die Plausibilität der Antwort einschätzen.

Culture bound - Culture free
Gegensatzpaar, das sich auf die Kulturgebundenheit z.B. von Konsumgüterprodukten bezieht. Im internationalen Marketing dient dies als Indikator für die Entscheidung, ob man eher kulturspezifisch oder eher standardisierte Kampagnen durchführt. Weitgehend "culture free" sind Produkte aus dem IT-Bereich, sehr stark kulturgebunden hingegen Lebensmittel und Hygieneprodukte.

Cultural Due Diligence
Verfahren zur Unternehmensbewertung, das bei internationalen Merger&Acquisition-Prozessen einsetzt wird und mit dessen Hilfe nicht nur finanzielle, sondern auch kulturelle Aspekte einer möglichen Kooperation beurteilt werden.

Cultural Studies
"Dieser in den 1960er Jahren entstandene interdisziplinäre [sozialwissenschaftliche] Forschungsansatz kombiniert Soziologie, Filmtheorie, Literaturtheorie und Kulturanthropologie in der Betrachtung von kulturellen Phänomenen der Gesellschaft. Wichtiges Anliegen ist das Hinterfragen und Aufspüren von Ideologien und Identitäten. Dabei werden partikulare und lokale Erscheinungen auf ihren Zusammenhang mit sozialstrukturellen Merkmalen, wie z. B. Rasse, Ethnie, Klasse, Schicht, Gender und sexuelle Orientierung, hin untersucht. Cultural studies erforschen die Bedeutung (meaning) von Gegenständen. Bedeutung wird produziert, aber je nachdem wie ein kultureller Gegenstand konsumiert wird, ändert sich dessen Bedeutung. Die Konsumption von kulturellen Gütern ist ein wichtiger Bestand von Identität. (...). Im Gegensatz zur Kulturkritik der Frankfurter Schule (Kulturindustrie), in der die Konsumenten als betrogene Masse dargestellt werden, betonen die Cultural Studies den kreativen Umgang der Konsumenten mit kulturellen Gegenständen. Cultural studies befassen sich mit Texten im weitesten Sinn. Das heißt, ein Text umfasst auch eine Fotografie, einen Film, gesprochene Sprache, die Kleider, die jemand trägt, oder eine Dose Cola. Texte werden dadurch definiert, dass sie Bedeutung tragen."
(Wikipedia 2004: Cultural Studies; http://de.wikipedia.org/wiki/Cultural_Studies)

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D

Divergenzbewußtsein
Ein voreiliger oder zwanghaft herbeigeführter Konsens wirkt langfristig in der Regel negativ, weil er (kulturelle) Unterschiede nur verdeckt, aber nicht beseitigt. Unterschiedliche Positionen und Standpunkte bewusst zu halten, ist dementsprechend wichtig, um eine Akzeptanz aller Beteiligten herbeiführen zu können (--> Konsens)

Divergenzhypothese
Während die Konvergenzhypothese davon ausgeht, dass Globalisierungsprozesse letztlich in einer Aufhebung kultureller Unterschiede münden ("one world culture"), unterstreichen Vertreter der Divergenzhypothese, dass kulturelle Unterschiede auch weiterhin bestehen bleiben. Eine ausgleichende Position nimmt Robertson mit seiner "Glokalisierungs"-Theorie ein, derzufolge sich konvergente und divergente Entwicklungen in einem Wechselspiel befinden.

Diversity
(Kulturelle) Vielfalt. Spätestens seit der UNESCO-Deklaration zur kulturellen Vielfalt (2001 vgl. http://www.unesco.de/pdf/deklaration_kulturelle_vielfalt.pdf) werden Diversity-Konzepte in allen Gesellschaftsbereichen umzusetzen versucht - häufig allerdings im Verständnis einer "political correctness".

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E

Eigenes
Eine Kultur bzw. Lebenswelt wird dann als "eigene" und "nicht-fremde" bezeichnet, wenn die Kontextbedingungen ein alltagsbezogenes Routinehandeln ermöglichen, das für den Handelnden durch Plausibilität bzw. „Normalität“ und Sinnhaftigkeit charakterisiert ist (--> fremd)

Eisbergmodell
Das in der Kulturwissenschaft gerne verwendete Modell verdeutlich, dass immer nur ein kleiner Teil kultureller Spezifik sichtbar oder wahrnehmbar ist. Das Wahrnehmbare selbst (perceptas) ist wiederum „Zeichen“ für zugrundeliegende (aber als solche nicht sichtbare) Denk- und Handlungskonzepte (konzeptas):

Hinter identischen Zeichen können sich - kulturspezifisch - durchaus sehr unterschiedliche Konzepte verbergen. Beispielsweise verweist die Bezeichnung – oder man kann auch sagen: das „Zeichen“ Team im japanischen Verständnis auf eine Gruppengesamtheit, während im deutschen Verständnis eher eine Gruppe i.S. der Summe einzelner Individuen gemeint ist. Spätestens dann, wenn es um die Zuschreibung von Verantwortlichkeit z.B. bei Produktionspannen geht, offenbart sich die Tragweite der unterschiedlichen Konzepte: im Deutschen sind individuelle Schuldzuschreibungen möglich, während im japanischen Verständnis eher das Team als Gesamtes haften würde.
Erst unter Einbeziehung derartiger konzeptioneller Hintergründe wird eine Kultur erklär- und verstehbar. So wie auf der Ebene der perceptas das Was einer Kultur beschrieben wird, so ermöglicht die konceptas-Ebene in einem zweiten Schritt Erklärungen des Warum bestimmter Eigenarten und Funktionszusammenhänge einer Kultur. Damit kommen letztlich auch immer historische Perspektiven ins Spiel, die ihrerseits Verknüpfungsmöglichkeiten bieten und in einem dritten Schritt Kulturen als offene Netzwerke von - sowohl in der Gegenwart als auch in der Vergangenheit - unendlich vielen untereinander verbundenen Handlungen verstehen lassen.

Empathie
Einfühlungsvermögen in Bezug auf die Befindlichkeiten und Denkweisen der fremdkulturellen Partner.

Enkulturation
Auf den Sozialisationsprozess der Herkunftskultur bezogener Erwerb von Werten, Normen, Sprache, Verhaltensstilen etc. Enkulturation ist stets auf die Primärsozialisation bezogen, während Akkomodation und Akkulturation hierauf aufbauen und von daher der Sekundärsozialisation zugerechnet werden.

Erfahrungs-/ Erwartungsdialektik
Zu großen Teilen werden Wahrnehmungen bzw. Erfahrungen durch Erwartungen beeinflusst - und umgekehrt. Auf diese Weise erschließt sich vor allem die Bedeutung von Sozialisationskontexten für die Herausbildung "spezifischer" kultureller Merkmale.

Ethnoscapes
Von dem Ethnologen Arjun Appadurai Anfang der 1990er geprägte Bezeichnung für transnationale "ethnische Räume". Gemeint sind damit territorial unabhängig entwickelte Gruppenidentitäten wie etwa das weltweite Netz der Auslandschinesen.

Ethnozentrismus
Der Blickwinkel der eigenen Kultur steht im Mittelpunkt bzw. wird als der anderen kulturellen Sichtweisen überlegene angesehen. Ethnozentrismus kann dementsprechend explizit auftreten und im Extremfall zu Fremdenhass führen. Implizit ist es vorhanden, wenn die kulturelle Spezifik des eigenen Handelns nicht reflektiert wird (--> Polyzentrismus, --> Rollendistanz, --> Empathie).

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F

Flexibilität
Bereitschaft, Neues zu lernen, seine eigenen Denk- und Verhaltensschemata zu korrigieren; Fähigkeit, sich auf ungewohnte/ fremde Situation schnell einstellen zu können, Spontaneität

Fremd
„Fern von“, „fort“ und „vorwärts“ sind die Bedeutungen des germanischen Wortstammes „fram-", aus dem sich unser „fremd“ ableitet. Deutlich ist der Bezug auf den Betrachterstandpunkt, das Eigene, ohne das es Fremdes nicht geben würde. Vgl. --> Selbstbild/ Fremdbild.

Fremdsprachenkenntnis
Sprache und Kultur bedingen sich wechselseitig, so dass die Kenntnis der Zielkultursprache auch über den reinen Höflichkeitsgestus hinaus unverzichtbar ist, um die Kultur verstehen zu können.

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G

Gedächtnis, kulturelles
Gemeinsamer Wissensvorrat eines Kollektivs, aus dem heraus Bedeutungen und Wirklichkeitskonstruktionen generiert werden. Jan und Aleida Assmann, die wesentlich zur theoretischen Profilierung des "kulturellen Gedächtnisses" beigetragen haben, sprechen auch von einem "Archiv" tradierten Wissens. Das kulturelle Gedächtnis einer Gruppe ist kommunikativ vermittelt und repräsentiert in seiner Prozesshaftigkeit wesentlich die Erfahrungs-Erwartungs-Dialektik: Wirklichkeit wird auf der Grundlage tradierten Wissens gedeutet, und das Ergebnis des Deutungsprozesses wird als neue Erfahrung an die bestehenden Wissensvorräte "angedockt". Wie solche Tradierungsprozesse vonstatten gehen, warum bestimmte Erfahrungen einen besseren "fit" zu bestehenden Erinnerungs- "Netzwerken" bieten als andere, wird man im Einzelfall allerdings noch nicht einmal ansatzweise rekonstruieren können. Könnte man es, wäre man in der Lage, das kulturelle Gedächtnis einer Ethnie zu bestimmen, und das wird auch mit den bestentwickelten informationstechnologischen Mitteln nicht möglich sein.

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H

Habitus
Von dem französischen Ethnologen und Soziologen Pierre Bourdieu geprägter Schlüsselbegriff kulturwissenschaftlicher Forschung. Bezeichnet wird damit die Alltagskultur von Angehörigen bestimmter sozialer Schichten bzw. deren "Lebensstil&qout;.

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I

Interkultur
Es handelt sich hierbei weniger um einen Raum als um einen Prozessbegriff: Interkulturen entstehen dann, wenn Beteiligte aus konzeptuell unterschiedlichen Lebenswelten A und B miteinander agieren bzw. kommunizieren. Interkulturen existieren dementsprechend auch nur in Abhängigkeit ihrer Beteiligten. Sie „ereignen“ sich: sie werden permanent neu erzeugt, und zwar im Sinne eines „Dritten“, einer Zwischen-Welt C, die weder der Lebenswelt A noch der Lebenswelt B vollkommen entspricht. Weil es sich um ein Handlungsfeld, um einen Prozess handelt, ist eine Interkultur also gerade nicht statisch als Synthese von A und B im Sinne eines 50:50 oder anderswie gewichteten Verhältnisses zu denken. Vielmehr kann in dieser Begegnung im Sinne eines klassischen Lerneffekts eine vollständig neue Qualität, eine Synergie, entstehen, die für sich weder A noch B erzielt hätten.

Videocast der IWK-Jena zum Thema "Interkulturalität"

interkulturell - intrakulturell
Im Gegensatz zu „inter-„ verweist die Vorsilbe „intra-"nicht auf ein drittes „Dazwischen“, sondern auf ein „Innerhalb“. Im Sinne des weiten Kulturbegriffs ist damit folglich die Interaktion zwischen Angehörigen von Subkulturen innerhalb eines Lebenswelt-Netzwerkes als intrakulturell zu bezeichnen. Diese Differenzierung ist allerdings notwendig unscharf und muss es auch bleiben, weil die Grenzen zwischen Inter- und Intrakulturalität fließend sind. Erklärbar wird aber, dass und warum z.B. oberflächenstrukturell ein deutscher und ein chilenischer Bäcker mehr Gemeinsamkeiten aufweisen und sich eventuell besser verstehen als der gleiche deutsche Bäcker mit seinem Nachbarn, einem deutschen Mathematiker.

Interkulturelle Trainings und Übungen
In Deutschland befasst man sich erst seit den achtziger Jahren intensiver mit der Konzeption interkultureller Lernprogramme. Auch die Zahl der ausgebildeten Trainer ist noch relativ gering, da entsprechende Studiengänge ebenfalls erst ab den späten achtziger Jahren eingerichtet wurden.
Nachstehende Übersicht über die derzeit am häufigsten verwendeten Trainingstypen erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern dient eher der Orientierung. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Trainings, die abgekoppelt von der Arbeitssituation stattfinden (etwa im Sinne von Weiterbildungsmaßnahmen: „off-the-job“) und Trainings- bzw. Betreuungsmaßnahmen, die vor Ort am Arbeitsplatz durchgeführt werden („on-the-job“).
Trainings-off-the-job wiederum werden inhaltlich danach kategorisiert, ob sie allgemein-kultursensibilisierend oder kulturspezifisch ausgerichtet sind. Methodisch unterscheidet man zwischen konventionellen dozentenbezogenen und eher teilnehmerzentrierten, erfahrungsorientierten Unterrichts- bzw. Seminarformen:

Interkulturelle Trainings


Welche der Trainingstypen im Einzelfall gewählt werden, hängt nicht zuletzt von der Zielgruppe und den Trainingsbedingungen ab. So werden beispielsweise Rollenspiele mit fiktiven Handlungskontexten von Führungskräften erfahrungsgemäß weniger akzeptiert als von Jugendlichen, während letztere nicht unbedingt für kulturtheoretische Fragestellungen zu begeistern sind.

Interkulturelle Lernbereitschaft
Bereitschaft, interkulturelle Situationen als Lernsituationen und nicht als Bedrohung oder notwendiges Übel betrachten. Dies sollte verknüpft sein mit einer Neugierde auf Fremdes.

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K

Kommunikationsfähigkeit
Vermögen, initiativ auf andere zugehen und Kommunikationsnetzwerke errichten zu können. Dies gilt vor allem dann, wenn Situationen problematisch erscheinen und man sich am liebsten zurückziehen würde.

Konsens
Das Ziel interkulturellen Handelns liegt nicht darin, einen Konsens „um jeden Preis“ zu finden. Diese häufig vertretende Meinung kann dazu führen, dass sich mindestens einer der Beteiligten in ein Prokrustesbett gezwängt fühlt und damit aber auch seine eigene Identität nicht mehr entfalten kann. Aus diesem Grund ist es sinnvoll, zwar im Sinne der Bedeutung des lateinischen Wortes communicare „gemeinschaftlich zu handeln“, dabei aber kulturelle Differenzen durchaus bewusst zu halten und sich darüber zu verständigen.

Kulturbegriff, eng
„Kultur“ wird auch heute vielfach immer noch als Repräsentant des Schönen, Wahren und Guten verstanden. Der Begriff ist damit eingeengt auf die zweite Bedeutung von „cultura“: auf Kunst und Geisteskultur. Ein solcher enger Kulturbegriff beinhaltet immer auch das Bemühen um Abgrenzung gegenüber allem demzufolge „Nicht-Kultivierten“, wozu nicht zuletzt auch die „Massenkultur“ (H.Marcuse) zählt. Dass gerade mit diesen Argumenten immer noch soziale und politische Machtverhältnisse begründet und Kriege geführt werden, zeigt die Problematik und Gefahr, die mit der Verwendung des engen Kulturbegriffs verbunden ist.

Kulturbegriff
Im Gegensatz zu dem zumeist auf Kunst und "Geisteskultur" eingegrenzten engen Kulturbegriff des Feuilletons, bezieht sich der erweiterte Kulturbegriff eher auf allgemeine lebensweltliche Zusammenhänge. Hierzu zählen Religion, Ethik, Recht, Technik, Bildungssysteme, materielle und immaterielle Produkte ebenso wie Umweltprobleme. Ein solcher erweiterter Kulturbegriff wird durch Eingrenzungen z.B. auf nationale und geographische Territorien oder auf bestimmte Zeit-Räume geschlossen und fungiert damit gleichzeitig als Abgrenzungsbegriff. Vor dem Hintergrund der beginnenden Auflösung nationalstaatlicher Strukturen und der verstärkten Etablierung transnationaler Organisationen wird gegenwärtig vielfach ein offener Kulturbegriff favorisiert. "Kulturen" werden in diesem Verständnis durch beliebige, mehr oder minder große Kollektive repräsentiert, die nach außen durch offene Netzwerkverbindungen charakterisiert sind. Eine Community im Internet stellt in diesem Sinne ebenso eine "Kultur" dar, wie es bei einem Nationalstaat der Fall ist. Durch den offenen Netzwerkcharakter der jeweiligen Kollektive wird vor allem die Prozesshaftigkeit und Wandelbarkeit von "Kulturen" betont.

Kulturdimensionen
Von Geert Hofstede in den 60er Jahren entwickeltes Indexsystem, das Wertorientierungen unterschiedlicher Kulturen identifiziert, misst und in Zahlenwerten darstellt. Das Indexsystem definiert fünf kulturelle Dimensionen, nämlich "Machtdistanz", "Kollektivismus/ Individualismus", "Maskulinität/ Feminität", "Unsicherheitsvermeidung" und "Langfrist-/ Kurzfristorientierung". Aufgrund einer in 50 Ländern unter 116.000 IBM-Mitarbeitern durchgeführten Befragung erstellte Hofstede Länderindices, denen z.B. die jeweiligen Ausprägungen der einzelnen Kulturdimensionen zu entnehmen sind. Die inzwischen 40 Jahre alten Daten lassen die Studie heute nur noch aus historischer Sicht interessant erscheinen. Hinzu kommt, dass heute mit dem hier verwendeten geschlossenen Kulturbegriff nicht mehr angemessen argumentiert werden kann.

Kulturschock
Ausgeprägte und stark persönlichkeitsverändernde Fremdheitserfahrung, die zu erheblichen Handlungshemmungen führt. Ein soclcher. „Kulturschock“ kann, muß aber keineswegs zwangsläufig auftreten, wenn man für einen längeren Zeitraum im Ausland lebt und in seine Heimat zurückkehrt. Der „Erfinder“ dieses Begriffs, Kalvero Oberg, hat bereits 1960 verschiedene Phasen des Kulturschocks beschrieben, die sich idealtypisch in einem U-förmigen Verlauf anordnen lassen. Sie lassen sich wie folgt beschreiben:
(1) Euphorie: Man freut sich auf das Neue und reagiert anfangs überschwänglich, weil man nur das (positiv) Erwartete wahrnimmt.
(2) Missverständnisse: Man erkennt die Normalitätsregeln der Zielkultur teilweise nicht und erzeugt Missverständnisse, weist sich aber als Neuankömmling die Schuld selbst zu.
(3) Kollisionen: Die Ursachen der Missverständnisse bleiben einem verborgen, man weist den anderen die Schuld zu, resigniert teilweise und neigt zu einer starken Aufwertung der eigenen Kultur.
(4) Unterschiede werden akzeptiert und Widersprüche ausgehalten. Man bemüht sich um ein Verstehen.
(5) Akkulturation: Man versteht die Unterschiede weitgehend und tendiert zur Übernahme fremdkulturspezifischer Verhaltensmerkmale.


Kulturunterschiede

Versuche zahlreicher Unternehmen, Produkte oder auch Produktwerbung weltweit anzugleichen, sind in der Vergangenheit häufig daran gescheitert, dass kulturspezifische Gewohnheiten, Geschmäcker und Wahrnehmungsformen nicht hinreichend berücksichtigt worden sind. Und so sind heute selbst Weltmarken keine „Welt“marken im Sinne einer universalen Standardisierung: Eine „Marlboro“ in Polen liegt bezogen auf den Teer- und Nikotingehalt erheblich über dem Niveau ihres US-amerikanischen Gegenstücks, ein Weichspülmittel wie „Vernell“ enthält länderspezifisch unterschiedliche Geruchsstoffe, und der „Nescafe“ in Italien ist beispielsweise wesentlich schärfer gebrannt als der in England.
Derartige Unterschiede bestehen vor allem deshalb, weil sich in den einzelnen Kulturen über Jahrhunderte hinweg sehr unterschiedliche Erfahrungs- und Wahrnehmungswelten herausgebildet haben, die noch heute in der einen Kultur als „normal“ erscheinen lassen, was in einer anderen Kultur vollkommen unakzeptabel wäre. Ursachen hierfür sind z.B. spezifische klimatische Verhältnisse, besondere Technologien oder auch konzeptionelle Eigenarten von Sprachen.

Kulturwissen
Wissen primär nicht über kulturelle Fakten und „Normen“ als vielmehr über deren Hintergründe und die Systemzusammenhänge der eigenen und der fremden Kultur.

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L

Lingua franca
Sprache, die von Kommunikationspartnern mit unterschiedlichen Ausgangssprache verwendet wird, um die Kommunikation zu erleichtern. Eine klassische lingua franca ist heute das Englische.

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M

Metabild
Unsere Wahrnehmung von Eigenem und Fremden ist über das direkte Wechselspiel von Selbst- und Fremdverständnis hinaus auch wesentlich dadurch geprägt, was wir annehmen bzw. vermuten, was andere von uns denken und erwarten. Man spricht in diesem Zusammenhang von „Metabildern“. Wenn ich z.B. vermute, dass der Andere von mir erwartet, dass ich in einer bestimmten Kleidung zu einer Veranstaltung gehe, die er auch besucht, so kann diese Vermutung bzw. dieses Metabild für mich durchaus handlungsleitend sein und mich zur Wahl entsprechender Kleidungsstücke motivieren. Hieraus folgt: Wenn wir Fremdes (und Eigenes) wahrnehmen und verstehen, dann geschieht dies immer auf der Grundlage des wechselseitigen Zusammenhangs von Selbst-, Fremd- und Metabildern.

Metakommunikation
Fähigkeit, über Kommunikationsprozesse zu kommunizieren oder m.a.W.: Probleme, die im interkulturellen Handeln auftreten, mit allen Beteiligten früh genug thematisieren können.

Missverständnisse, interkulturelle
Viele interkulturelle Missverständnisse und Probleme resultieren daraus, dass man sich der Kulturgebundenheit der eigenen und der spezifischen Wahrnehmungsweise seines fremdkulturellen Partners nicht hinreichend bewusst ist: Es werden Dinge und Sachverhalte als unhinterfragt „normal“ angesehen, die für die Wahrnehmungsgewohnheiten des anderen keineswegs plausibel sind. Wird dieser Plausibilitätsmangel nicht thematisiert (--> Metakommunikation) oder wird der Sachverhalt solange „um-interpretiert“, bis er aus der eigenen Sichtweise heraus plausibel zu scheint, bauen alle weiteren Interaktionen zwischen den Beteiligten auf der trügerischen Annahme auf, man hätte z.B. eine gemeinsame Argumentationsbasis. Faktisch argumentiert man jedoch auf ganz unterschiedlichen Ebenen (ohne es zunächst zu merken). Wenn das gegenseitige Missverstehen dann offenkundig wird, ist die eigentliche Ursache meistens gar nicht mehr bekannt, womit es dann umso schwieriger wird, eine neutrale Beziehungsebene zurückzuerlangen.


Multikulturalität
Während sich „Interkulturalität“ auf den Prozeß und die Dynamik des Zusammenlebens bezieht, wird mit „Multikulturalität“ in erster Linie eine soziale Organisationsstruktur bezeichnet. Ist das Inter-agieren, die Interkulturalität, innerhalb multikultureller Gruppen relativ schwach ausgeprägt, werden die Gruppenmitglieder nebeneinander existieren. Je stärker die Interkulturalität ausgeprägt ist, desto eher wird es folglich auch ein Miteinander geben können. Unter diesem Aspekt lassen sich drei Varianten von Multikulturalität unterscheiden:

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N

Normalität
Erwartete Normen und Routinen z.B. des Alltags treten ein und werden als solche nicht hinterfragt, weil sie eine Plausibilität der Handlungskontexte garantieren. Normalitätserfahrungen zählen zu den Bedingungen, um etwas als kulturell „Eigenes“ deklarieren zu können.

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O

Oberflächen-/ Tiefenstrukturen
Kulturen verfügen über eine sog. Oberflächenstruktur, die wahrnehmbar ist, wie etwa Gebäude, Riten oder auch die Sprache. Die Tiefenstruktur liefert das Konzept, die in dieser Kultur bekannten Bedeutungen und Interpretationen des Wahrnehmbaren (Wertesystem). So sagt etwa die Raumaufteilung in Bürogebäuden sehr viel über gesellschaftlich praktizierte Rangordnungen aus, wie umgekehrt die Raumaufteilung auch ein wichtiges Element darstellt, um derartige Rangordnungen zu tradieren oder zu modifizieren. (--> Eisbergmodell)

Offenheit
Offenheit bezieht sich vor allem auf die Bereitschaft Erfahrungen zu sammeln. Je mehr man sich Erfahrungen von Fremdem öffnet, desto differenzierter bilden sich die eigenen Wahrnehmungsschemata aus. Dies ist wiederum Voraussetzung, um stereotype Denkweisen aufzubrechen. --> Flexibilität

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P

Plausibilität
Neben dem Empfinden von Normalitöt und der Möglichkeit zu Routinehandeln zählt Plausibilität zu den wesentlichen Faktoren, um eine bestimmte Umwelt oder "Kultur" als "eigene" klassifizieren zu können.

Polyzentrismus
Als Gegenteil von --> Ethnozentrismus: Der Versuch, interkulturelle Handlungszusammenhänge nicht vor dem Hintergrund der eigenkulturellen Erfahrungen zu interpretieren; Anerkennen der Eigenständigkeit anderer Kulturen; Bereitschaft, kulturspezifische Wertungen zu relativieren.

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R

Reintegration
"Wiedereingliederung" in den kulturellen Ausgangskontext - z.B. nach einer Auslandsentsendung. In der interkulturellen Personalentwicklung wird Reintegrationsmaßnahmen eine zentrale Bedeutung bereits während der Entsendung beigemessen. Sie zählen zur Karriereplanung der Entsandten und spielen vor allem in Hinblick auf die Mitarbeitermotivation eine entscheidende Rolle.

Reziprozität
Rückbezüglichkeit, Wechselseitigkeit: Eine grundlegende Bedingung für den Aufbau von Interaktionsbeziehungen und für die Konstituierung von "Kulturen" i.S. von Lebenswelten.

Rollendistanz
Unter „Rollendistanz“ versteht man die Fähigkeit, sich gleichsam selbst „auf den Kopf gucken“, sich also in seinem eigenen Handeln beobachten zu können. Damit vergegenständlicht man in gewisser Weise natürlich auch den gesamten (interkulturellen) Handlungskontext, was es erleichtert, die Differenz zwischen Eigenem und Fremdem zu reflektieren. Selbstbeobachtung in diesem Sinne ist letztlich auch eine Grundlage für selbstkontrolliertes Handeln, was keineswegs auf Emotionslosigkeit hinauslaufen soll oder muss.

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S

Schema
Kognitive Struktur, die Wahrnehmungen bzw. Wissen organisiert. Vermutlich sind Schemata als Cluster organisiert. Man kann sich dies am Beispiel von Assoziationsketten verdeutlichen: Z.B. werden Assoziationen zum Begriff „Einsamkeit“ kulturell sehr unterschiedlich ausfallen und auch zu sehr unterschiedlichen Assoziationsnetzwerken weiterleiten. Je differenzierter derartige Schemata ausgeprägt sind, desto geringer ist die Gefahr einer stereotypengeprägten Weltsicht.

Selbstbild – Fremdbild
Das eine existiert nur in Abhängigkeit vom anderen: Bei Definitionen des Fremden kommen nicht „objektive“ Kriterien zur Geltung, die Einschätzung dieses Fremden in Bezug auf einen selbst. Unsere Beziehung zum Anderen entscheidet darüber, wie „fern“ oder "fremd" es für uns ist. Viel folgenreicher noch ist der Umstand, dass wir nicht nur das andere, sondern auch uns selbst über die Einschätzung dieser Beziehung definieren; ein Sachverhalt, der deutlich in dem von Psychologen und Philosophen häufig verwendeten Gegensatzpaar ego – alter ego zum Ausdruck kommt. Kurz gesagt: Wir definieren uns immer im Verhältnis zu anderen – und umgekehrt. Hierbei handelt es sich in der Regel nicht um einmalige Definitionen: ob ich mich als „mager“, „dünn“, „vollschlank“ oder „dick“ bezeichne, hängt unter anderem auch davon ab, in welchem Bezugsverhältnis ich mich auf eine bestimmte Art und Weise einschätze. Fest steht, dass ein Selbstverständnis nicht möglich wäre, wenn es nicht den „Anderen“, „Fremden“ gäbe, mit dem ich mich vergleichen könnte. Umgekehrt ist auch mein Verständnis des Fremden in erster Linie davon abhängig, wie ich mich selbst in dieser Beziehung sehe.
Man spricht in diesem Zusammenhang von Selbst- und Fremdbildern, die in einem wechselseitigen Zusammenhang stehen und außerhalb dieses Zusammenhangs auch nicht denkbar wären. So können sich Selbsteinschätzungen in Abhängigkeit zu unterschiedlichen Fremdbildern vollkommen verändern. Das lässt sich an einem Beispiel gut vorstellen, wenn man überlegt, wie sich z.B. „wirtschaftliche Stärke“ aus deutscher Perspektive einerseits in Bezug auf die USA, andererseits in Bezug auf Mali definiert.

Selbstdisziplin
Selbst kontrolliertes Verhalten praktizieren; Fähigkeit zu Selbstorganisation und Zeitmanagement.

Stereotype
Fossilierte („verhärtete“) --> Schemata, mit denen wir wahrgenommene Eindrücke, Bilder etc. einordnen, kategorisieren.

Synergiebewußtsein
Nicht an bestehenden Strukturen festhalten, sondern prozessorientiert handeln, Zufälligkeiten zulassen („kreatives Chaos“) und die Entstehung von qualitativ Neuem, das weder für die eine noch für die andere Kultur „typisch“ ist, befördern.

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T

Thematisierung
vgl. --> Metakommunikation: Unklare und eventuell missverständliche Situationen in der interkulturellen Kommunikation als solche ansprechen und nicht nach dem Motto „es wird sich schon von selbst regeln“ verdrängen.

Toleranz
Verknüpft mit Empathie: Toleranz besteht z.B. darin, kulturelle Andersheit nicht zu bewerten, sondern als Andersheit zu akzeptieren und nach Möglichkeit zu verstehen suchen.

Transkulturalität
in den 90er Jahren von dem Philosophen W. Welsch geprägter Begriff, der vor dem Hintergrund der aktuellen Globalisierungsprozesse vor allem die Offenheit kultureller Netzwerke einschließlich möglicher Hybridbildungen betont und damit einem offenen Verständnis von "Interkulturalität" entspricht. Missverständlich wird der Begriff T. vor allem in Teilen der interkulturellen Pflegewissenschaft verwendet, sofern die Vorsilbe "trans-" dort zur Bezeichnung eine gemeinsamen "allgemeinmenschlichen" Basis jenseits aller kulturellen Divergenzen suggeriert wird.

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U

Unternehmenskultur
Je stärker Unternehmen international vernetzt sind, desto offener und allgemeiner müssen die unternehmenskulturellen Grundsätze bzw. "Unternehmensleitlinien" formuliert sein. Wechselnde Allianzen oder befristete Kooperationen sind unter der Maßgabe einer detailliert ausformulierten "Leitkultur" oder einer eng gefassten "Corporate Identity" in internationalen Kontexten heute nicht mehr denkbar.

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V

Vorurteile
Einstellungen gegenüber Menschen oder Menschengruppen, die ähnlich wie --> Stereotype durch Fossilierung charakterisiert sind. Vorurteile können auch positiv sein: Jemand ist gut, weil er immer schon gut gewesen ist (--> Stereotyp)

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W

Wertewandel
Wertewandel und kultureller Wandel sind ineinander verflochten. Je komplexer die Kollektive sind, desto weniger ist deren Wandel steuerbar. Er vollzieht sich weitgehend als "invisible hand"-Prozess.

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X

Xenologie
Fremdheitslehre (von gr. "xenos": fremd)

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Idee und Konzept: interculture.de / FG IWK Uni Jena/ Jürgen Bolten

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